09. Januar 2026

Manuel Hagel will TV-L Ergebnis übertragen - Bekenntnis zum Berufsbeamtentum

CDU-Spitzenkandidat positioniert sich dicht an der Seite des Beamtenbunds

Zwei Monate vor der Landtagswahl positioniert sich CDU-Landes- und Landtagsfraktionschef Manuel Hagel, der aussichtsreichste Anwärter für das Amt des künftigen baden-württembergischen Ministerpräsidenten, dicht an der Seite des Beamtenbundes.

Im Gespräch mit BBW-Landesvorsitzendem Kai Rosenberger und dbb Bundesvorsitzendem Volker Geyer, das am 8. Januar 2026 in Stuttgart stattfand, überraschte Hagel seine Gesprächspartner weniger mit seiner Zusage der zeit- und wirkungsgleichen Übertragung des Tarifergebnisses TV-L, sondern mehr mit seinen bejahenden Äußerungen zur Bedeutung und Leistung des öffentlichen Dienstes für das Staatswesen und seiner eindeutigen Haltung zum Berufsbeamtentum mit all seinen Facetten. 

Anders als die Berliner Koalition bekennt sich Hagel uneingeschränkt zum Berufsbeamtentum in der aktuell bestehenden Form. Zudem sichert er die zeit- und wirkungsgleiche Übernahme des Tarifergebnisses TV-L 2026 zu und distanziert sich damit klar vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der bereits Ende November 2025 und damit noch vor Verhandlungsbeginn angekündigt hatte, Bayern werde das Tarifergebnis erst mit einer Verzögerung von sechs Monaten auf den Beamten- und Versorgungsbereich übertragen. 

„Ich stehe ohne Einschränkung zum Berufsbeamtentum“, sagte Hagel und fügte ergänzend hinzu: "Zu den Grundsätzen des Berufsbeamtentums gehörten eine verlässliche Besoldung, eine sichere Altersversorgung nach dem aktiven Dienst sowie die Beihilfe im Krankheits- und Pflegefall. Schließlich sorgten Beamtinnen und Beamte täglich dafür, dass Verwaltung verlässlich arbeite, Rechtssicherheit bestehe und der Staat handlungsfähig bleibe." 

Zur zeit- und wirkungsgleichen Übertragung des Tarifergebnisses TV-L auf den Beamten- und Versorgungsbereich erneuerte Hagel seine Zusage vom 20. November 2025 vor dem BBW-Landeshauptvorstand. Sollten die Mittel im Personalglobaltitel dafür nicht ausreichen, „schaffen wir im Nachtragshaushalt die notwendige Grundlage“, versicherte Hagel. Schließlich sei „eine amtsangemessene Besoldung kein Almosen, sondern eine Investition in ein funktionierendes Staatswesen“. Im Übrigen gab sich Hagel überzeugt, dass mit der zeit- und wirkungsgleichen Übertragung des Tarifergebnisses nicht bis zu einer Konstituierung der neu gewählten Landesregierung gewartet werden muss, da es dafür fraktionsübergreifend eine Mehrheit gibt.

Mehr Informationen unter: www.dbb.de sowie Sonderseite zur Einkommensrunde mit den Ländern