12. Mai 2026
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Landestarifkommission tagte am 27. April 2026 in Stuttgart

Im Fokus Reformvorhaben des Bundes und die Tarifrunden TVöD und TV-L

Die aktuelle Politik inklusive der Reformvorhaben der Bundesregierung im Gesundheitsbereich und der Rente, die Energiekrise infolge des Irankrieges und die Folgen für die Wirtschaft hat BBW-Vize und Vorsitzender der Landestarifkommission, Jörg Feuerbacher, am 27. April 2026 bei der Sitzung des Gremiums zwar thematisiert.

Im Mittelpunkt seines Vortrages standen jedoch die Tarifrunde TVöD im Frühjahr 2025 und die Tarifverhandlungen TV-L samt Tarifabschluss vom Februar 2026. Rückblickend auf die Tarifrunde TVöD erinnerte Feuerbacher daran, dass der Abschluss erst in der vierten Runde nach Scheitern der regulären Verhandlungen und der anschließenden Schlichtung gelang. Das Ergebnis lasse sich sehen.
 

Die Tabellenentgelte steigen in zwei Schritten: ab dem 1. April 2025 um 3 Prozent, mindestens aber 110 Euro, und ab dem 1. Mai 2026 um weitere 2,8 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten (bis 31. März 2027). Ab dem Jahr 2027 gibt es einen zusätzlichen Urlaubstag für alle. Zudem wird die Jahressonderzahlung (ab 2026) erhöht, ebenso die Schicht- und Wechselschichtzulage (bereits ab 1. Juli 2025). Den Abschluss TV-L bezeichnete der LTK-Vorsitzende als gleichwertig. Die Tarifpartner einigten sich am 14. Februar 2026 auf eine Erhöhung der Entgelte ab dem 1. April 2026 um 2,8 Prozent, mindestens  aber 100 Euro, ab dem 1. März 2027 um weitere 2 Prozent und ab dem 1. Januar 2028 noch einmal um 1 Prozent. Die Zulage für ständige Wechselschichtarbeit wird auf 200 Euro erhöht, die Zulage für nicht ständige Wechselschichtarbeit auf 1,19 Euro/Stunde. Für nicht ärztliche Beschäftigte an Universitätskliniken und Krankenhäusern wird die Zulage für ständige Wechselschichtarbeit auf 250 Euro erhöht, für nicht ständige Wechselschichtarbeit auf 1,49 Euro/Stunde. Die Zulage für ständige Schichtarbeit wird für alle Bereiche auf 100 Euro erhöht, die Zulage für nicht ständige Schichtarbeit auf 0,60 Euro/Stunde. Diese Erhöhungen treten ab dem 1. Juli 2026 in Kraft.
 

Die Erwartungen, mit denen die Verhandlungsführer der Gewerkschaften in die Tarifrunde TV-L 2025/2026 gegangen waren, seien zwar nicht im vollen Umfang erfüllt worden, sagte Feuerbacher rückblickend. Doch das Erreichte könne sich sehen lassen, insbesondere die Erhöhung der Wechselschicht- und Schichtzulagen nach dem Vorbild des TVöD. Nach dem LTK-Vorsitzenden sprachen BBW-Chef Kai Rosenberger und Cornelia Deichert, die stellvertretende Vorsitzende der Bundestarifkommission. Rosenberger ging in seinem Vortrag auf das für Ende Mai 2026 terminierte Gespräch mit Finanzminister Bayaz zur Anpassung von Besoldung und Versorgung ein und stellte die geplante Vorgehensweise von NRW und Berlin zur systemgerechten 1:1-Übertragung des Tarifergebnisses vor. Cornelia Deichert berichtete über Aktuelles aus dem Tarifbereich aus Sicht des dbb.