
Mit scheinbar unversöhnlichen Positionen hatten die Gewerkschaften und Arbeitgeber am 3. Dezember 2025 die Einkommensrunde TV-L begonnen. Drei Tage später machten Vertreterinnen und Vertreter von BBW-Fachgewerkschaften und Fachverbänden gemeinsam mit BBW-Chef Kai Rosenberger mit einer Mahnwache vor den Toren des CDU-Landesparteitags im Heidelberger Congress Center auf sich aufmerksam.
Gemeinsam warben sie dort – und später auch direkt im Center beim CDU-Landesparteivorsitzenden Manuel Hagel – um Unterstützung für verbesserte Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst, für eine faire tarifliche Entlohnung und für eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses TV-L auf die Beamtenschaft und den Versorgungsbereich.
Im Saal des Congress Centers verwies BBW-Chef Rosenberger gegenüber Manuel Hagel, der auch Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl 2026 ist, auf die konstruktiven Gespräche und den Dialog zwischen BBW und der CDU. Zugleich betonte er die Notwendigkeit für eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit im öffentlichen Dienst – gemeinsam für den öffentlichen Dienst und zur Erhaltung des Berufsbeamtentums in seiner aktuellen Form und einer verfassungskonformen Besoldung. Danach übergab er das Papier mit den Forderungen zur Einkommensrunde TV-L.
Der dbb – beamtenbund und tarifunion verhandelt gemeinsam mit Verdi mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Die Hauptforderung: sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens 300 Euro. Der TdL-Verhandlungsführer, Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), wies die Forderungen am 3. Dezember als zu hoch zurück. dbb-Chef Volker Geyer sagte: „Wir setzen auf konstruktive Verhandlungen.“ Aber wenn die Arbeitgeber sich verweigern und kein Angebot vorlegen, seien Aktionen und Warnstreiks in vielen Bereichen vorstellbar.